Dunkelfeldmikroskopie

 

Im Dunkelfeldmikroskop wird ein Tropfen Blut aus der Fingerspitze des Patienten untersucht.

Im Unterschied zu Blutuntersuchungen, die im Labor durchgeführt werden, geht es hier nicht um die quantitative Bestimmung einzelner Blutbestandteile  sondern um die qualitative Beurteilung.

Das Prinzip des Dunkelfeldmikroskops kann man sich ähnlich vorstellen wie den Lichtstrahl eines Projektors, der durch den abgedunkelten Raum geschickt wird. Man kann in diesem Lichtstrahl Staubteilchen in der Luft erkennen, die bei normaler Beleuchtung nicht sichtbar sind. Ähnlich kann man im Dunkelfeldmikroskop Blutbestandteile erkennen, die im normalen Hellfeldmikroskop nicht zu sehen sind.

Es lassen sich damit Aussagen zum Allgemeinzustand eines Patienten treffen, aber auch zum Zustand des Immunsystems (Allergien), des Blutkreislaufes, entzündlichen Zuständen, Belastungen einzelner Organe usw. .

Das Dunkelfeldmikroskop bietet damit eine Möglichkeit langfristig schwierig zu beurteilende Therapieverläufe zu kontrollieren und auftretende Probleme frühzeitig zu erkennen. Ich setze es deshalb vorzugsweise ein bei Verdacht auf ein allergisches Geschehen, diagnostisch unklaren Krankheitszuständen, Herz-Kreislauferkrankungen und Überwachung bei schweren Krankheitsverläufen wie z.B. bei Patienten nach Krebsbehandlungen oder MS-Patienten.

Außerdem hilft die Dunkelfelduntersuchung oft die Ursachen einer Erkrankung zu erkennen. Trotzdem sind sinnvolle Aussagen nur im Zusammenhang mit einem ausführlichen Anamnesegespräch machbar.